Kategorie: Ratsarbeit (Seite 3 von 9)

Die Arbeit der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Friesoythe

Anfrage zur Gesundheitsregion Cloppenburg

Nicht erst seit der Schließung der Geburtshilfe des Friesoyther Krankenhauses ist allen klar: Die Gesundheitsversorgung in und um Friesoythe wird uns zukünftig vor große Herausforderungen stellen. Es gibt viel zu klären, was die Versorgung mit Fach- und Hausärzten betrifft und auch wie sich die Krankenhäuser im Landkreis Cloppenburg zukünftig aufstellen werden.

Verantwortlich für letztere ist hier gemäß §1 des Niedersächsischen Krankenhausgesetzes zuallererst der Landkreis Cloppenburg, der seit einiger Zeit unter dem Slogan „Gesundheitsregion Landkreis Cloppenburg“ auftritt.

Zu diesem Wirken haben wir einige Fragen formuliert und einen Vertreter der Gesundheitsregion in unseren städtischen Ausschuss eingeladen.

Antrag: Nutzung der Wärme aus Biogasanlagen in Friesoythe –Prüfung der Einrichtung von Wärmenetzen

In kaum einer Gemeinde gibt es so viele Biogas-Anlagen wie in der Stadt Friesoythe. Während diese primär der Erzeugung von zuverlässigem Strom aus Biomasse dienen, entstehen nicht unwesentliche Mengen an Abwärme, die bisher nicht immer maximal sinnvoll genutzt werden.

Gerade für öffentliche und private Gebäude ließe sich hier eine verlässliche, regenerative und hoffentlich auch preislich attraktive Wärmeversorgung herstellen.

Auch das Land Niedersachsen verlangt künftig von den Kommunen, dass sie bis Ende 2026 einen sog. Wärmeplan erstellen, um die Wärmeversorgung vor Ort sicher und zukunftsfähig aufzustellen. Für uns ist das ein Signal, das wir aktiv und bereitwillig aufgreifen wollen: Wir wollen uns schon jetzt auf den Weg machen, alle notwendigen Informationen einholen und prüfen, wie wir Abwärme aus Biogasanlagen und ggf. anderen Betrieben sinnvoll nutzen können. Die Gründung einer Wärmeenergiegenossenschaft sehen wir hierfür als möglicherweise ideales Konstrukt.

Antrag: Neufassung der Spielplatzrichtlinien

Spielplätze sind ein wichtiger Treffpunkt für Kinder und Familien im Stadtgebiet. Viele der Spielplätze werden von engagierten Spielplatzgemeinschaften gepflegt, die wir mit der Änderung unserer Satzung finanziell unterstützen möchten. Auf diese Weise wollen wir Qualität, Zustand und Angebot der städtischen Spielplätze verbessern. Gleichzeitig wollen wir Anreize liefern, die Plätze generationenübergreifend attraktiv als sog. Mehrgenerationen- oder Siedlungsplätze zu gestalten und ebenso ökologische Verbesserungen vorzusehen.

Im Ratsinformationssystem findet sich dazu der Entwurf der neuen Satzung, welcher in großen Teilen auf den Anregungen aus unserem Antrag basiert. Wichtige Eckpunkte sind:

  • Vollständige Übernahme der Material-Kosten für die Neuanschaffung oder Wiederherstellung einer Platz-Grundausstattung (max. alle 15 Jahre)
  • 75% Förderung bis max. 3000€ alle 5 Jahre (Ansparung möglich)
  • 300€ zusätzliche Förderung bei Einfriedung durch Hecke oder von 1 Baum pro 100qm Spielplatzfläche
  • Jährlicher Unterhaltungszuschuss von 300€ (bzw. 500€ für sehr große/kombinierte Plätze) sowie zusätzlich 100€ Grünpflegezuschuss bei obiger Bepflanzung

Wir hoffen, dass diese Unterstützung dazu beiträgt, für möglichst viele Kinder ein attraktives Spielangebot zu erhalten.

Antrag: Baulückenkataster

In Friesoythe ist die Nachfrage nach Baugrundstücken weiterhin groß. Gleichzeitig gibt es in unserer Stadt eine hohe Anzahl von teil- oder vollerschlossenen Grundstücken, die teilweise bereits seit Jahrzehnten nicht bebaut worden sind. Nicht nur aus rechtlichen Gründen, sondern auch aus Gründen des Klima-, Umwelt- und Naturschutzes sind wir als Stadt Friesoythe verpflichtet, mit Grund und Boden sparsam umzugehen.

Aus diesem Grunde haben wir als SPD-Fraktion schon in der letzten Ratsperiode (August September 2020) den Antrag auf Erstellung eines Baulandkatasters (auf der Grundlage von § 200 Abs.3 BBauGB) gestellt, um auf dieser Grundlage weitere Schritte zur Mobilisierung von bisher nicht genutztem Bauland unternehmen zu können.

Wir freuen uns, dass die Verwaltung dieses Anliegen aufgegriffen und die potenziellen Baulücken in Friesoythe und Altenoythe ermittelt hat. Die Eigentümer*innen der Grundstücke in Friesoythe und Altenoythe werden angeschrieben und auf das Serviceangebot zum Baulückenkataster sowie dem Widerspruchsrecht hingewiesen.

Damit wird den Eigentümer*innen die Möglichkeit gegeben, die potenzielle Baulücke künftig in einer öffentlich einsehbaren Karte darstellen zu lassen.

Wir hoffen, dass es mit diesem ersten Schritt gelingt, bebaubare Flächen in einem größeren Umfang als bisher einer Bebauung zuzuführen. Das Ergebnis dieser Aktion werden wir genau beobachten, um darüber nachzudenken, ob danach noch weitere Schritte zu einer besseren Baulandmobilisierung in Friesoythe sinnvoll und notwendig sind.

Antrag: Bezuschussung von Ortschroniken

In vielen Ortsteilen der Stadt Friesoythe werden mit einem großen ehrenamtlichen Engagement Ortschroniken erstellt. Wichtige lokale geschichtliche Ereignisse, Informationen über soziale und kirchliche Besonderheiten und über die Tätigkeit der Vereine werden in Bild und Text
zusammengetragen und vermitteln allen Interessierten eine gute Übersicht über die Ortsgeschichte.

Gleichzeitig trägt das gemeinsame Erarbeiten einer Chronik auch zu einer stärkeren Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Ort bei. Die gestiegenen Preise (vor allem beim Papier) führen dazu, dass in vielen Ortsteilen die Realisierung des Drucks und des Vertriebs einer Ortschronik stark erschwert worden ist.

Wir freuen uns, dass auf unseren Antrag hin der Rat der Stadt Friesoythe gestern einstimmig entschieden hat, die Zuschüsse für Ortschroniken von bisher 20 % auf jetzt 30 % der nachgewiesenen Kosten zu verändern. Dabei wurde auch die Höchstfördersumme von bisher 5.000 auf 6.000 Euro angehoben. Damit zeigen wir die hohe Wertschätzung für diese wichtige ehrenamtliche Arbeit.

Antrag: Ein einheitliches Mehrwegsystem für Friesoythe

In Zeiten der Corona-Pandemie ist die Nutzung von Lieferdiensten und der Konsum von Take-Away-Essen noch einmal deutlich angestiegen. Damit einher gehen große Mengen an Einweg-Verpackungen, deren Nutzungsdauer in der Regel nicht einmal eine halbe Stunde beträgt.
Ab 2023 werden Gastronomen gesetzlich verpflichtet, Mehrwegverpackungen für Außer-Haus-Essen anzubieten. Wir wollen dem rechtzeitig vorgreifen und vor allem für Friesoythe ein einheitliches Mehrwegsystem einführen, sodass auf Pfand-Basis Essens- und Getränkebehälter müllfrei mehrfach genutzt und an möglichst vielen Stellen wieder abgegeben werden können.

Die Stadt soll den hierfür nötigen Prozess anstoßen und koordinieren – den entsprechenden Antrag haben wir bei der Stadt gestellt:

Antrag: Verkehrssituation der Kamper Brücke verbessern

Seit Jahren ist die Verkehrssituation an der Kamper Küstenkanalbrücke für Fahrradfahrer und Fußgänger alles andere als gut. Schon vor einigen Jahren haben wir im zuständigen Ausschuss das Thema behandelt, jedoch sahen wir seinerzeit einige Hindernisse, die das Vorhaben zunächst im Sander verlaufen ließen.
Auf Anschub einiger Kamper Bürger haben wir uns das Thema nun erneut vorgenommen und uns selbst ein Bild der Situation gemacht sowie die damaligen Problemstellen erneut unter die Lupe genommen. Wir sehen nun gute Chancen, eine Verbesserung der Situation zu erreichen, indem wir den Verkehrsfluss wie in Husbäke oder Klein Scharrel steuern und haben hierfür konkrete Argumente gesammelt. Gleichzeitig wollen wir uns aber nicht vorschnell festlegen, sondern – hoffentlich abschließend – zusätzlich noch einmal eine breite Betrachtung in Form einer Machbarkeitsstudie durchführen.

Unseren vollständigen Antrag findet ihr hier:

Zusätzliche Fragen zur OOWV-Grundwasserentnahme


Die Gremien der Stadt Friesoythe haben Mitte 2020 ein Stellungnahme der Stadt Friesoythe zu einem Antrag des OOWV auf Bewilligung einer Grundwasserentnahme zur öffentlichen Trinkwasserversorgung gem. §§ 8,9 und 10 WHG in einer Menge von 14,3 Mio Kubikmeter/a für das Wasserwerk Thülsfelde beraten. Die Stadt Friesoythe hat dazu mit Datum vom 28.09.2020 auf der Grundlage der von den Ratsfraktionen eingereichten Anmerkungen eine umfassende Stellungnahme abgegeben. 

Die bisherige Wasserrechtsbewilligung endete bereits am 09.07.2016, umso  mehr verwundert es, dass auch mehr als ein Jahr nach Abgabe dieser Stellungnahme weder ein neuer Bearbeitungsstand bekannt noch ein Hinweis erfolgt ist, in welcher Form die bisherigen Einwendungen und Anmerkungen zu den Diskrepanzen in den Antragsunterlagen bewertet wurden und in welcher Form sie im weiteren Verfahrensablauf berücksichtigt werden.

Aus diesem Grund stellt die Fraktion SPD/Bündnis 90/Die Grünen folgenden Antrag:

Die Verwaltung der Stadt wird beauftragt, die zuständigen Genehmigungsbehörden auzufordern, über den aktuellen Bearbeitungsstand des OOWV-Antrages auf Grundwasserentnahme im Bereich des Wasserwerkes Thülsfelde zu informieren (ggf. auch im Rahmen einer Fachausschusssitzung). In diesem Zusammenhang ist darzustellen, in welcher Form die bisherigen Einwendungen und Anmerkungen bewertet und bearbeitet worden sind und inwieweit diese im weiteren Genehmigungsverfahren berücksichtigt werden. 

Ergänzend zu den bisherigen Hinweisen bitten wir um folgende Informationen:
    
1. Hält die Genehmigungsbehörde es für ausreichend, dass die Wasserbedarfsberechnung in den Antragsunterlagen weiterhin Jahresrohwasserfördermengen für einen Zeitraum bis 2015 als Referenzwert einbezieht und die Entwicklung der letzten 6 Jahre ignoriert, oder wird es eine aktualisierte Bedarfsberechnung geben und, wenn ja, mit welchen Referenzzeiträumen?

2. „Seit 2000 schwankt die Wasserentnahme beim Waserwerk Thülsfelde zwischen 11,6 und 13,9 Millionen Kubikmeter“ erläutert der Antragsteller auf Seite 11 des Erläuterungsberichtes zum Wasserförderungsantrag und erweckt damit den Eindruck einer stagnierenden Jahresrohwasserförderung. Dies widerspricht der Aussage des OOWV in einer Pressemitteilung vom 29.07.2021, in der er darauf hingeweist, dass in seinem Verbandsgebiet der Wasserverbrauch innerhalb der letzten 9 Jahre (!) um 8,38 auf 84,9  Millionen Kubikmeter gestiegen ist. Da dieser Anstieg nicht ausschließlich außerhalb des Einzugsgebietes des Wasserwerks Thülsfelde erfolgt sein kann, bitten wir um eine Information, in welchem Umfang auch das Wasserwerk Thülsfelde diesen erhöhten Trinkwasserbedarf gedeckt hat und wo sich diese Zahlen in der Abbildung 4 auf Seite 12 und den ergänzenden Texten des Erläuterungsberichtes befinden?

3. Nachdem es jahrelange Diskussionen im benachbarten Wasserwerk Holdorf über die Auswirkungen der Grundwasserentnahme in der bisherigen Größenordnung gegeben hat, wurde in einem Vergleich im Jahre 2017 vereinbart, dass der OOWV zukünftig  seine Grundwasserförderung auf eine Gesamtmenge von ca. 4,5 Millionen Kubikmeter begrenzen und damit die bisherige Fördermenge deutlich reduzieren wird. Die Vertreter des OOWV selbst haben öffentlich erklärt, dass der Ausgleich auch durch eine erhöhte Förderung im Wasserwerk Thülsfelde erbracht werden muss. So hat die Oldenburgische Volkszeitung am 11.01.2021 eine Übersicht des Oldenburgisch Ostfriesischen Wasserverbandes veröffentlicht, aus der ersichtlich ist, dass das Wasserwerk Thülsfelde jährlich Wasser in der Größenordnung von 1,6 bis 1,9 Millionen Kubikmeter in den Landkreis Vechta liefert. Wir bitten um eine Darstellung des Antragstellers, wie sich die Größenordnung der Wasserlieferungen in den Bereich des Landkreises Vechta in den letzten Jahren (vor allem auch nach 2017) entwickelt hat und wo sich diese Zahlen in der Abbildung 4 auf Seite 2 und den Texten  des Erläuterungsberichtes wiederfinden.

4. Wälder leisten einen wesentlichen Beitrag zur Grundwasserneubildung. Bei der Entnahme von Grundwasser (und evtl. daraus resultierenden Grundwasserabsenkungen) muss daher der Schutz der Wälder besondere Berücksichtigung finden. Tatsächlich verweist der Antragsteller beim Thema der Auswirkungen der Grundwasserentnahmen auf Forstbestände auf ältere Ergebnisse von Beweissicherungsverfahren, er gibt selbst zu, dass aktuelle Entwicklungen (Klimawandel, Dürreperioden, Veränderungen der Baumarten) nicht berücksichtigt sind. Im Untersuchungsgebiet des bodenkundlichen Gutachtens zum Grundwasserentnahmeantrag werden 4.500 ha der Fläche forstwirtschaftlich genutzt, davon sind rund 3.100 ha als potenzell empfindlich gegenüber Grundwasserabsenkungen eingestuft (so die Angaben im Antrag). Auch alle Brunnen der Fassungen (A-F) für die Wasserförderung liegen in forstwirtschaftlich genutzten Gebieten (Nds. Landesforsten, Arenberg-Meppen Forstverwaltung). Die Auswirkungen der beantragten Grundwasserentnahmen auf forstwirtschaftlich genutzte Flächen sind daher von zentraler Bedeutung für das Antragsverfahren.
Im Erläuterungsbericht (S.21 ff.) wird der Eindruck erweckt, bei der Bewertung der Forstflächen und der Beweissicherung gehe es überwiegend um die Berechnung von möglichen Entschädigungszahlungen. Der Bedeutung des Waldes für die biologische Vielfalt, für Klima, Wasser und Boden wird eine derartige Reduzierung auf einen monetären Ausgleich nicht gerecht.
Wir möchten daher informiert werden, ob inzwischen für das forstwirtschaftlich genutzte Untersuchungsgebiet aktuellere Daten und Gutachten zu den Auswirkungen der beantragten Grundwasserentnahmen vorliegen (und von welcher Institution sie erstellt wurden), die nicht nur die Veränderung der Baumarten sondern auch die aktuellen Erkenntnisse der Auswirkungen der Dürreperioden der letzten Jahre auf den Waldbestand zum Inhalt haben. Sofern derartige aktuelle Erkenntnisse nicht vorliegen, ist darüber aufzuklären, wann und in welcher Form entsprechende aktuelle Erkenntnisse vorliegen werden und wie sie in die Bewertung der Auswirkungen der beantragten Wasserentnahme auf die Schutzgüter Klima, Wasser und Boden mit einfließen.

5. Der OOWV verweist in seinen Veröffentlichungen darauf, dass auch zukünftig mit einer steigenden Tendenz beim Wasserverbrauch gerechnet wird. Allerdings ist nicht erkennbar, in welcher Form und mit welchen Maßnahmen das Unternehmen sich auf diese Herausforderung vorberbeitet, z.B. mit der Planung von weiteren Standorten für neue Wasserwerke. 
Aus unserer Sicht ist darauf hinzuwirken, dass (nachdem 5 Jahre ohne gültige Genehmigung Wasser im Gebiet des Wasserwerks Thülsfelde gefördert wurde) der zusätzliche Wasserbedarf für das gesamte Verbandsgebiet auf keinen Fall durch eine schrittweise Anhebung der Fördermengen hier in der Region gedeckt werden darf. Daher bitten wir um Mitteilung, ob die Genehmigungsbehörde vom Antragsteller Nachweise darüber anfordert, in welcher Form der OOWV in den folgenden Jahren den erwarteten zusätzlichen Wasserbedarf erfüllen will.

Vom Wasserwerk Thülsfelde aus sind über Jahre benachbarte Regionen solidarisch mit Trinkwasser versorgt worden- Es darf nicht sein, dass die im Einzugsgebiet des Wasserwerks Thülsfelde liegenden Städte und Gemeinden bei der Ausweisung zukünftiger Bau- und Gewerbegebiete unter Druck gesetzt werden, dass es eine Zustimmung des OOWV zu diesen Planungen nur dann gibt, wenn gleichzeitig auch einer Erhöhung der Fördermenge zugestimmt wird. In diesem Zusammenhang bitten wir auch um einen Hinweis, ob und in welchen Fällen der OOWV in den letzten Jahren Einwände gegen neue Baugebiete bzw. Gewerbeansiedlungen im Landkreis Cloppenburg erhoben hat mit der Begründung, dass er die Wasserversorgung nicht sicherstellen kann.

In  einer Landtagsdrucksache LR 11/925 aus dem Jahre 1985 wird darauf verwiesen, dass das Wasserwerk Thülsfelde zu dem damaligen Zeitpunkt eine Aufbereitungsleistung von bis zu 21,9 Mio Kubikmeter pro Jahr hat. Da der OOWV gerade in der letzten Zeit erhebliche Investitionen am Standort Thülsfelde vorgenommen  hat, bitten wir um Mitteilung, ob (und wann) sich in den letzten Jahren diese Leistungsgrößen verändert haben und, wenn ja, mit welcher Begründung das erfolgt ist.

6. Neben der Menge des geförderten Wassers ist auch der Verbrauch zu betrachten. Unstrittig ist die Versorgung der Verbraucher mit hygienisch einwandfreiem und qualitativ hochwertigen Trinkwasser als unverzichtbarer Bestandteil der Daseinsversorgung sicherzustellen. Die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung muss auch zukünftig Vorrang vor kommerziellen Entnahmen haben. 
Vor diesem Hintergrund ist auch darzulegen, in welchem Umfang es bestehende vertragliche Verpflichtungen seitens des OOWV gibt, Wasser aus dem Verbandsgebiet in großen Mengen z.B an. Großkonzerne oder anderen wasserintensiven  Unternehmen zu verkaufen. Für diesen Fall stellt sich die Frage,  welche Vertragslaufzeiten dort vereinbart worden sind und ob die geförderte Wassermenge im Verbandsgebiet dadurch reduziert werden kann, dass diese Verträge nicht mehr bzw. nicht mehr in der bisherigen Größenordnung verlängert werden? Gibt es darüber hinaus in den Verträgen mit extensiven Nutzern zB Schlachthöfen die Möglichkeit, wassersparendere Produktionsformen einzufordern und durchzusetzen?  Wird in diesem Bereich langfristig Einsparpotential gesehen und, wenn ja, in welchem Umfang.? 






 

Bäume am Friesoyther Krankenhaus schützen und erhalten

Wir schließen uns dem obigen Appell der Zeitungsanzeige an.

Als Ratsfraktion SPD Bündnis 90/Die Grünen haben wir uns bereits frühzeitig in den Gremien der Stadt Friesoythe dazu bekannt, die Bäume am Friesoyther Krankenhaus zu erhalten. Im Dezember haben wir das das Umweltamt des Landkreises kontaktiert und versucht, die Behörde für die Situation vor Ort zu sensibilisieren.

Den Brief dazu findet ihr hier:

Tote und irreversibel kranke Bäume zu entfernen ist üblich und legitim, hier aber kann man den Eindruck haben, als sollten unnötig und vorsorglich für das Straßen- und Ortsbild prägende Bäume aus Bequemlichkeit beseitig werden, um die anschließenden Bauarbeiten möglichst reibungslos abwickeln zu können. Das ist ganz klar nicht in unserem Sinne.

Unterstützung der Friesoyther Gutscheinkarte des HGV

Gemäß § 5 der Geschäftsordnung des Rates der Stadt Friesoythe stellt die SPD Fraktion den Antrag, folgenden Tagesordnungspunkt auf der für den 08.09.2021 vorgesehenen Sitzung des Verwaltungsausschusses zu beraten: Friesoyther Gutscheinkarte – Antrag des HGV Friesoythe e.V. auf finanzielle Unterstützung Vorlage BV/183/2021

Begründung:

Es ist das gemeinsame Anliegen der politisch Verantwortlichen von Rat und Verwaltung der Stadt Friesoythe, das vielfältige Angebot von Einzelhandel und Gastronomie besonders nach den langen pandemiebedingten Einschränkungen zu stabilisieren und zu stärken und damit die Attraktivität unserer Stadt zu steigern. 

Die Verwaltung hat dazu intensive Gespräche mit den Vertretern des HGV über das geplante Projekt „Friesoyther Gutscheinkarte geführt“, das in ähnlicher Form in anderen Städten und Gemeinden bereits etabliert ist und sich bewährt hat. Es ist aus Sicht der SPD-Fraktion auch im Sinne der Stadt Friesoythe, sich im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten an diesem Projekt zu beteiligen.

Das Anliegen des HGV, das Projekt „Friesoyther Gutscheinkarte“ schon im September 2021 auf den Weg zu bringen, ist zu unterstützen. Damit besteht die Möglichkeit, die Gutscheinkarte schon in den Wintermonaten und zu Weihnachten 2021 zu nutzen.

Das Vorhaben, die Vorlage BV 183/2021 im Rahmen eines Umlaufverfahrens zu beschließen ist leider aus formalen Gründen gescheitert, obwohl das Anliegen selbst von vielen Ratsmitgliedern unterstützt wird.

Aus diesem Grunde ist die SPD-Fraktion der Meinung, dass die erste Gremiensitzung nach der Sommerpause genutzt werden muss, um über die finanzielle Unterstützung der Stadt Friesoythe für dieses sinnvolle Projekt des HGV zu entscheiden und damit dem HGV sobald als möglich Planungssicherheit für das weitere Verfahren zu gewähren.

Die SPD Fraktion möchte eine Beratung des o.g. Vorhabens auf der nächsten VA-Sitzung auf jeden Fall sicherstellen und beantragt aus diesem Grunde die Aufnahme als Tagesordnungspunkt auf die nächste Sitzung.

Im Rahmen der Beratung dieses Tagesordnungspunktes kann auch das weitere Verfahren zur abschließenden Beschlussfassung über dieses Anliegen beraten werden.

Mit freundlichen Grüßen 

Renate Geuter
Fraktionsvorsitzende

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